Zentraler Informatikdienst
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Keine zentrale Sicherung der E-Mails - warum?

Dafür gibt es mehrere Gründe, u.a.

  • Die E-Mails sind auf RAID-Systemen gespeichert und zusätzlich auf ein Ersatzsystem (Fallbacksystem) gespiegelt, wodurch es ziemlich sicher ist, daß das System keine Daten „verliert“, da das Ersatz-/Fallback-System immer mit dem Mastersystem synchron ist (d.h. aber auch, daß E-Mails, die Sie löschen, am Ersatzsystem ebenfalls gelöscht werden!).
  • Am IMAP-Server werden gelöschte E-Mails eine gewisse Zeit zwischengespeichert (Cache), d.h. auch auf irrtümliche Löschung durch Benutzer kann in einem relativ kurzen Zeitfenster von 7 (mail) bzw. 3 (sbox) Tagen reagiert werden (delayed expunge).
  • IMAP-Clients lassen sich i.a. so konfigurieren, daß beim Löschen Dateien nicht sofort gelöscht, sondern zB zuerst nur in einen Papierkorb verschoben werden - das verhindert unabsichtliches Löschen durch den Benutzer (dringend empfohlen!).
  • Ein dauerndes echtes Sichern (mit Historie bzw. Generationen: z.B. Stand der E-Mails vom 13. August 2007) würde die Performance des Systems empfindlich stören.
  • Es kommen täglich tausende neue E-Mails, die von den Usern (fast) sofort gelöscht werden (z.B. Spam) - wozu diese also sichern? Eine gesetzliche Notwendigkeit besteht im Falle der TU Graz nicht.
  • E-Mails, die nicht (sofort) gelöscht werden, bleiben oft sehr lange am Server - wozu diese jedesmal sichern? (Und inkrementelles Sichern macht die Datenrestaurierung wieder ziemlich langwierig).
  • Das zentrale, automatisierte Backup-System wird mit einer derart großen Zahl kleiner Dateien nicht fertig.
  • Eine Lösung mit Snapshots des Filesystems des Fallbackservers ist geplant, Umsetzung offen.

E-Mail-Sicherung

Wir schlagen vor, daß Sie sich die E-Mails, die Sie gerne gesichert hätten, auf ein lokales oder noch besser auf ein Netzwerk-Laufwerk kopieren, das (z.B. von Ihrem Institutsadministrator) regelmäßig gesichert wird.

Wie bekomme ich die E-Mails auf eine andere (lokale) Platte?

  • Die meisten E-Mail-Programme bieten die Möglichkeit die E-Mails nach von Ihnen definierten Kriterien automatisch in verschiedene Folder zu verteilen, diese Folder können auch auf einer lokalen Platte liegen.
    Nachteil: auch relativ aktuelle E-Mails sind dann von anderen Rechnern aus nicht mehr zugänglich, außer die „lokale“ Platte ist in Wirklichkeit ein Netzlaufwerk, das Sie auch von anderen Rechnern aus erreichen können.
  • Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß Sie in E-Mail-Programmen mit graphischen Oberflächen einzelne E-Mails oder ganze Ordner markieren und dann per Maus in einen anderen Ordner verschieben, der z.B. auf einem Laufwerk liegt, das regelmäßig gesichert wird.
  • Sie können aber auch ganze Ordner in eine Datei sichern, indem Sie über Webmail einen Ordner aussuchen und diesen z.B. als ZIP-Datei herunterladen.
    Wenn Sie später doch auf einzelne E-Mails dieser Datei zugreifen wollen, dann müssen Sie diese Datei entpacken, im E-Mail-Programm einen lokalen Ordner anlegen und die entpackte Datei über die dadurch entstandene leere Datei kopieren, die Daten können dann im E-Mail-Programm wieder bearbeitet werden

 


 

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